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Auch die Großbanken fordern öffentliche Hilfen zur Finanzierung neuer Bauvorhaben

Posted by Trovic on 2025-02-28
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Quelle: Idealista

In einem kürzlich geführten Gespräch zwischen führenden Vertretern des Bankensektors wurde die Notwendigkeit hervorgehoben, öffentliche Beihilfen zur Erleichterung der Finanzierung neuer Grundstückserschließungen in Spanien zu gewähren. Oriol Forner von der Caixabank, César López von Sabadell und Javier Piñeiro von Santander stimmten darin überein, dass diese Art der Unterstützung von entscheidender Bedeutung ist, um den Immobilienmarkt anzukurbeln und bestimmte Beschränkungen zu überwinden, die dem Finanzsystem und der Grundstückserschließung eigen sind.
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Javier Piñeiro betonte, dass aus der Geschäfts- und Risikoperspektive der traditionelle Bauträger aufgrund seiner Erfahrung und seines Hintergrunds das beste Kreditprofil darstellt. Obwohl Santander bereit ist, Grundstücke zu finanzieren, gibt es jedoch regulatorische Beschränkungen, die die Durchführbarkeit vieler Projekte beeinflussen. Er wies darauf hin, dass die Projektträger mehr Eigenkapitalrisiken übernehmen müssen, da es für Banken nicht tragbar ist, das gesamte Projekt zu finanzieren.

Oriol Forner erläuterte, dass „Build-to-sell“-Geschäfte für die Banken zwar am klarsten sind, die derzeitigen Vorschriften aber die Finanzierung von Grundstückserschließungen nicht erleichtern. Er unterstrich auch die Bedeutung von Initiativen wie dem Vive-Plan, der sich positiv auf die Zukunft des erschwinglichen Mietwohnungsbaus in Spanien ausgewirkt hat.

César López de Sabadell wies darauf hin, dass die Finanzierung von Grundstücken in der Entwicklungsphase aufgrund der Ungewissheit der Bedingungen und Vorteile fast unmöglich ist. Er bekräftigte, dass sie zwar im Bereich des „Build to Rent“ (BTR) aktiv sind, ihre Beteiligung an Flex-Living-Projekten aber hauptsächlich auf Wohngrundstücke beschränkt ist.

Der allgemeine Konsens besteht darin, dass alternative Finanzierungen einige Lücken schließen, die Banken nicht füllen können, aber sie spiegeln auch die Notwendigkeit von mehr Vorsicht und Innovation wider. Javier Piñeiro sagte, dass die Banken bereits ähnliche Herausforderungen mit dem BTR bewältigt haben und erwartet eine ähnliche Entwicklung für Flex Living. „Am Anfang ist es schwierig, aber am Ende werden wir es schaffen, wie immer“, sagte er.

Oriol Forner betonte die anhaltende Nachfrage nach Wohnraum und hob die Bedeutung der Koexistenz zwischen traditionellen Banken und alternativen Finanzierungsmöglichkeiten hervor. Er wies auch darauf hin, dass trotz der verfügbaren Ressourcen und Bauträger der Mangel an Land und qualifizierten Arbeitskräften ein großes Hindernis darstellt.

Schließlich waren sich die Führungskräfte einig, dass der Ausstieg aus der Finanzierung durch eine öffentliche Verpflichtung garantiert werden muss. Javier Piñeiro schlug vor, dass öffentliche Garantien, die von autonomen Gemeinschaften unterstützt werden, die Rentabilität der Landfinanzierung verändern könnten. César López fügte hinzu, dass die Banken bei jeder Finanzierung in der Lage sein müssen, einen festgelegten Ausstieg vorzusehen.

Führende Bankiers bekräftigten ihr Engagement für den spanischen Immobilienmarkt, trotz der derzeitigen Hindernisse. Mit einem System öffentlicher Garantien kann ein sichereres Umfeld für die Finanzierung neuer Grundstückserschließungen geschaffen und damit ein stabilerer und ausgewogenerer Markt gefördert werden.

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